Tagung "Briefe des 15. Jahrhunderts als Quelle für interkulturelle Kontakte zwischen Italien und dem Osmanischen Reich"

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19.10.–20.10.2023

Nachdem Italien in der Antike und im frühen und hohen Mittelalter eine wichtige Rolle als Brücke zwischen dem lateinischen und griechischen Kulturraum ausgeübt hatte, wurde es nach der 1453 erfolgten Eroberung Konstantinopels durch den osmanischen Sultan Mehmed II. zu einer Grenzzone zwischen dem lateinisch-christlichen Westeuropa und dem weitgehend unter muslimischer Herrschaft stehenden, von der griechisch-orthodoxen Kirche geprägten Osteuropa. Dadurch wurde insbesondere das adriatische Apulien ein Grenzraum zwischen dem Osmanischen Reich und Mittel- und Nordeuropa.

Im Rahmen des von der Alexander von Humboldt-Stiftung mit dem Humboldtpreis 2021 ausgezeichneten Forschungsprojekts von Hubert Houben (Università del Salento, Lecce) “Apulien und die Adria als Brücken- und Verflechtungsraum zwi-schen Okzident und Orient im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit (14.-17. Jh.)” wird vom 19.-20. Oktober 2023 am Käte Hamburger Kolleg der RWTH Aachen eine von diesem zusammen mit Florian Hartmann organisierte Tagung über “Briefe des 15. Jahrhunderts als Quellen für interkulturelle Kontakte zwischen Italien und dem Osmanischen Reich” stattfinden.

Daran anknüpfend wird vom 14.-15. Juni 2024 an der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Mittelmeerstudien der Universität Bochum unter der Leitung von Hubert Houben, Nikolas Jaspert und Markus Koller eine weitere Tagung stattfinden mit dem Titel “The Eastern Mediterranean: A Liquid Frontier, 1300-1700”.